Geisternacht

Am Freitag, den 10. Oktober 2014, trafen wir uns zur Geisternacht in der Turnhalle in Tolk. Weil wir, nein ich (!) im Vorwege leider vergessen hatte, unseren Prellballern über unser Vorhaben zu informieren und deshalb die Turnhalle noch belegt war, begannen wir in diesem Jahr unser fröhliches Treiben im Flur. Eng aneinander stehend fand trotzdem jeder Platz genug, zu allen Mitmach-Liedern sich zu bewegen, vom Cowboy Jim bis zu Laurenzia. Da kamen alle sofort ins Schwitzen, und wir konnten herrlich lachen. Es war beinahe rekordverdächtig, mit 45 Kindern dort vorne noch zu tanzen. Aber die Stimmung war super. Staffelspiele folgten. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr einmal anders beginnen. Aber viele Kinder fragten enttäuscht danach, sodass ich schnell wieder umplante.  Anschließend holten wir viele Geräte heraus, turnten am Stufenbarren, sprangen an das Trapez, kletterten die Seile rauf, schaukelten an den Ringen, erzwangen die Sprossenwand – die Turnhalle bietet uns wirklich viele Möglichkeiten.                                                                                                                                                                        Später teilten wir die Halle. Auf der einen Seite wurde Eckenfußball gespielt. Auf der anderen Seite sprangen wir Springseil, spielten mit Basketball und Volleyball, fuhren Rollbrett und viel, viel mehr.  Zu fort-geschrittener Stunde war eine Disco geplant. Aber das Tanzen ging eher unter. Viel interessanter dagegen war die Geisterhochzeit. Unglaublich, wie wichtig das den meisten Kindern war. Bis jeder seinen Partner gefunden hatte, musste schon mal Armdrücken oder „ching-chang-chong“ gespielt werden. Ein Paar wurde später ausgelost. Es gewann ein Dinner zu zweit. Für ein weiteres Paar wurde der Frühstückstisch am nächsten Morgen nett dekoriert.                                                                                                                                           Endlich gingen die Völkerball-Spiele los. Schier un-müd-bar spielten wir eine Runde nach der anderen. Die Kleinen und die Großen mal unter sich, mal gemischt. Und ganz nebenbei bauten wir die ersten Betten. Schließlich hatten wir schon über 4 Stunden Sport hinter uns. Unsere vom Verein organisierte Getränke-Bar wurde ordentlich genutzt.  

Trotz DRK-Kurses kamen Nina und Celine zum Helfen in die Turnhalle, Karin konnte uns unterstützen, obwohl sie schon auf gepackten Koffern saß und in der Nacht noch per Rad abgeholt wurde. Und Elli und Luise hielten bis zum Schluss aus, räumten mit den Kindern am nächsten Morgen die Turnhalle wieder auf und bereiteten mit mir das leckere Frühstück vor.

Habt herzlichen Dank!

Alle Teilnehmer hatten viel Spaß. Kein Kind musste am Abend abgeholt werden, weil es Heimweh hatte. Und sicher war es für einige das erste Mal, bis nachts um vier Uhr noch wach zu sein.

 Text: Karoline Kulling